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Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung ist nach §5 Arbeitsschutzgesetz für Arbeitgeber verpflichtend – und zugleich eine große Chance, Arbeit so zu gestalten, dass Menschen gesund, leistungsfähig und zufrieden arbeiten können. Dabei geht es nicht darum, einzelne Personen zu bewerten. Im Mittelpunkt stehen die Arbeitsbedingungen: Aufgaben, Organisation, Arbeitszeit, soziale Beziehungen, Arbeitsmittel und Arbeitsumgebung.

Wir begleiten Ihr Unternehmen bei einer rechtssicheren, nachvollziehbaren und wirksamen Umsetzung der PsyGBU. Unser Anspruch: Pflicht erfüllen – und echte Verbesserung ermöglichen. Deshalb verbinden wir fachliche Orientierung an den Empfehlungen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie mit einem konsequent partizipativen Vorgehen. Mitarbeitende werden als Expertinnen und Experten ihrer Arbeitssituation einbezogen, Führungskräfte werden gut vorbereitet und Ergebnisse werden in konkrete Folgeprozesse übersetzt.

Einen Überblick zu unseren Methoden und zu den wichtigsten Schritten im Rahmen der Umsetzung und Analyse von Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastung finden Sie in unserem ausführlichen Blogartikel zum Thema.

Psychische Belastung ist nicht automatisch schlecht – entscheidend ist die Gestaltung der Arbeit

Psychische Belastung beschreibt zunächst wertneutral alle Einflüsse, die von außen auf Menschen zukommen und sie psychisch beeinflussen. Arbeit ohne psychische Belastung gibt es nicht – und sie wäre auch nicht wünschenswert. Herausfordernde Aufgaben, Verantwortung und Zusammenarbeit können motivieren, Lernprozesse anstoßen und Entwicklung ermöglichen.

Problematisch wird es, wenn Art, Intensität oder Dauer der Belastung zu Gesundheitsrisiken führen: etwa durch dauerhaft hohen Zeitdruck, unklare Rollen, fehlende Handlungsspielräume, destruktives Führungsverhalten, Konflikte, ungünstige Arbeitszeiten oder störende Arbeitsbedingungen. Genau hier setzt die Gefährdungsbeurteilung an: Sie macht belastende Rahmenbedingungen sichtbar und schafft die Grundlage, sie gemeinsam zu verbessern.

Zentrale Erfolgsfaktoren

Eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung zielt darauf ab, für Beschäftigte mit vergleichbaren Arbeitsbedingungen konkrete und nachvollziehbare Maßnahmen abzuleiten. Sie ist dann wirksam, wenn sie nicht bei der Datenerhebung stehen bleibt, sondern in einen transparenten Folgeprozess führt.

Dafür braucht es drei Dinge: eine saubere Struktur entlang der Tätigkeitsgruppen und Arbeitsbereiche, eine passgenaue Ermittlung der relevanten Belastungsfaktoren und eine konsequente Einbindung der Menschen, die die Arbeit täglich erleben. Genau hier liegt die Stärke unseres Ansatzes: Wir kombinieren fachliche Systematik mit echter Beteiligung – von der qualitativen Vorstufe über die Befragung bis zur Maßnahmenableitung.

Sicher über Belastung sprechen – Psychologische Sicherheit als Voraussetzung für wirksame Gefährdungsbeurteilungen

Wenn Mitarbeitende über psychische Belastung sprechen sollen, braucht es Vertrauen – und ein Umfeld, in dem auch kritische Themen angesprochen werden dürfen. Viele Themen rund um Zeitdruck, Überforderung, Konflikte, unklare Rollen oder Führungsverhalten sind sensibel. Nur wenn Menschen keine negativen Konsequenzen befürchten, werden relevante Belastungsfaktoren sichtbar.

Wir bei MITgestalten messen psychologische Sicherheit in jeder PsyGBU mit und nutzen die Ergebnisse, um den weiteren Prozess passend zu gestalten. Denn: Belastung sichtbar zu machen ist nur der erste Schritt. Entscheidend ist, wie danach mit den Erkenntnissen umgegangen wird. In Teams mit niedriger psychologischer Sicherheit setzen wir gezielt auf geschützte und extern moderierte Formate, die Vertrauen stärken und echte Beteiligung ermöglichen.

Whiteboard Psychologisch Sicherheit

Was genau steckt hinter dem Konzept? Unser Artikel zur psychologischen Sicherheit gibt einen fundierten Überblick über Definition, Wirkung und Handlungsansätze. Sie wollen mehr erfahren? Auf der Seite zu unserem Roundtable finden Sie spannende Impulse – mit praxiserprobten Ansätzen, vielfältigen Perspektiven und Beiträgen von Expert*innen aus Wissenschaft und Organisationsentwicklung. Lust auf Stimmen aus der Praxis? In speziellen Podcast-Folgen unseres HR-Podcast Zufrieden Arbeiten sprechen wir über Erfahrungen, Stolpersteine und konkrete Umsetzungsideen.

Was wir konkret betrachten: die sechs zentralen Gestaltungsbereiche

Damit die Gefährdungsbeurteilung nicht an der Arbeitsrealität vorbeigeht, betrachten wir psychische Belastung systematisch entlang der zentralen Gestaltungsbereiche. So entsteht ein differenziertes Bild davon, wo Rahmenbedingungen fördern – und wo sie Menschen unnötig belasten.

Arbeitsinhalte & Aufgaben

Zum Beispiel Handlungsspielräume, Vollständigkeit der Aufgabe, Informationsqualität, Qualifikation, emotionale Anforderungen oder Umgang mit belastenden Ereignissen.

Arbeitsorganisation

Zum Beispiel Arbeitsintensität, Zeitdruck, Unterbrechungen, Störungen, unklare Zuständigkeiten, widersprüchliche Anforderungen oder fehlende Abstimmung.

Arbeitszeit

Zum Beispiel Dauer, Lage und Planbarkeit von Arbeitszeit, Pausen, Ruhezeiten, Schichtarbeit, Erreichbarkeit und Einflussmöglichkeiten auf die Arbeitszeitgestaltung.

Soziale Beziehungen

Zum Beispiel Unterstützung durch Kolleg*innen und Führungskräfte, Feedback, Anerkennung, Konflikte, respektvoller Umgang und konstruktive Fehlerkultur.

Arbeitsmittel

Zum Beispiel Verständlichkeit, Bedienbarkeit und Verfügbarkeit von Software, Maschinen, Werkzeugen, persönlicher Schutzausrüstung oder digitalen Systemen.

Arbeitsumgebung

Zum Beispiel Lärm, Klima, Beleuchtung, Luftqualität, räumliche Enge, ergonomische Gestaltung oder Einflussmöglichkeiten auf die Umgebung.

Unser Vorgehen: strukturiert, partizipativ und konsequent bis zur Wirksamkeitskontrolle

Die PsyGBU ist kein einmaliger Fragebogen, sondern ein Prozess. Wir planen diesen Prozess so, dass er zu Ihrer Organisation passt, nachvollziehbar dokumentiert werden kann und von den Beteiligten mitgetragen wird.

Die passende Methode für Ihre Organisation

Die richtige Methode hängt von Größe, Struktur, Tätigkeitsvielfalt und Zielsetzung Ihrer Organisation ab. Wir setzen nicht auf Standardlösungen, sondern auf eine Vorgehensweise, die fachlich belastbar und für Ihre Belegschaft nachvollziehbar ist.

Arbeitssituationsanalyse – qualitativer Ansatz für kleinere Einheiten

Für kleinere Organisationen oder klar abgegrenzte Tätigkeitsgruppen eignen sich moderierte Workshops besonders gut. Die Teilnehmenden identifizieren Belastungen, Ressourcen und Verbesserungsideen direkt aus der Arbeitsrealität heraus.

  • Auswahl repräsentativer Vertreter*innen einer Tätigkeitsgruppe
  • Moderierte Workshops mit geschütztem Gesprächsrahmen
  • Priorisierung konkreter Belastungsfaktoren und Maßnahmenideen
  • Dokumentation und Ableitung konkreter nächster Schritte

Individuelle Befragung – für mittlere und große Organisationen

Für größere Organisationen nutzen wir eine anonyme Online- oder Hybridbefragung. Eine qualitative Vorstufe hilft, die richtigen Fragen zu stellen und die Besonderheiten Ihrer Organisation abzubilden.

  • Qualitative Vorgespräche mit Mitarbeitenden verschiedener Bereiche
  • Maßgeschneiderter Fragebogen entlang der relevanten Belastungsfelder
  • Anonyme Durchführung mit klarer Kommunikation zur Ergebnisverwendung
  • Differenzierte Berichte und begleitete Folgeprozesse

Vom Ergebnis zur Veränderung: Arbeitssituationsanalysen als wirksamer Folgeprozess

Die eigentliche Wirkung der Gefährdungsbeurteilung entsteht in den Folgeprozessen. Ein zentraler Baustein ist dabei die Arbeitssituationsanalyse (ASITA): ein moderiertes, partizipatives Verfahren, in dem Beschäftigte ihre Arbeitssituation gemeinsam reflektieren, Belastungen konkretisieren und tragfähige Lösungen entwickeln.

ASITA verbindet systematische Analyse mit direkter Beteiligung. Die Perspektive der Mitarbeitenden steht im Mittelpunkt – ergänzt durch die Verantwortung der Führung für Priorisierung, Entscheidung und Umsetzung. So werden aus Ergebnissen konkrete, alltagstaugliche Maßnahmen.

1

Themen klären

Relevante Belastungsfelder aus der Befragung auswählen und den Fokus schärfen.

2

Situation analysieren

Ursachen, Muster und konkrete Arbeitssituationen gemeinsam verstehen.

3

Lösungen entwickeln

Praxisnahe Maßnahmen erarbeiten – differenziert nach kurzfristigen und strukturellen Ansätzen.

4

Maßnahmen festlegen

Verantwortlichkeiten, Prioritäten und nächste Schritte verbindlich klären.

5

Umsetzung begleiten

Sichtbarkeit sichern, Fortschritt überprüfen und bei Bedarf nachsteuern.

Beispiel aus der Praxis

In einer Befragung zeigt sich in mehreren Teams eine hohe Belastung durch Unterbrechungen, unklare Zuständigkeiten und kurzfristige Prioritätswechsel. In der ASITA arbeiten ausgewählte Mitarbeitende und Führungskräfte heraus, wann diese Belastung besonders entsteht, welche Schnittstellen betroffen sind und welche Entscheidungen bisher fehlen.

Aus dem Workshop entstehen konkrete Maßnahmen: verbindliche Abstimmungsroutinen, klarere Rollen für wiederkehrende Prozesse, Fokuszeiten für konzentriertes Arbeiten und ein einfacher Eskalationsweg bei Prioritätskonflikten. Die Maßnahmen werden mit Verantwortlichkeiten versehen und nach einem definierten Zeitraum überprüft.

ASITA schafft Verbindlichkeit und erhöht die Akzeptanz von Maßnahmen – weil Lösungen dort entstehen, wo die Arbeit tatsächlich stattfindet.

Wirksamkeit prüfen und Gefährdungsbeurteilung fortschreiben

Eine Gefährdungsbeurteilung ist kein einmaliger Prozess. Sie entfaltet ihre Wirkung erst dann nachhaltig, wenn Maßnahmen überprüft, angepasst und weiterentwickelt werden. Deshalb begleiten wir Organisationen auch über die Analyse und Maßnahmenentwicklung hinaus.

Gemeinsam mit Ihnen klären wir: Welche Maßnahmen wurden umgesetzt? Was hat sich verändert? Wo zeigen sich Verbesserungen – und wo nicht? Dafür nutzen wir beispielsweise kurze Pulsbefragungen, Follow-up-Workshops oder strukturierte Reflexionsformate mit Führungskräften und Teams.

Auf dieser Basis wird die Gefährdungsbeurteilung gezielt fortgeschrieben. Neue Entwicklungen, veränderte Rahmenbedingungen oder bisher ungelöste Themen werden aufgenommen und in den nächsten Zyklus integriert. So entsteht kein statischer Bericht, sondern ein lebendiger Prozess der Arbeitsgestaltung.

Unser Anspruch: nicht nur Belastung sichtbar machen – sondern Arbeitsbedingungen Schritt für Schritt so gestalten, dass Menschen langfristig gesund, wirksam und zufrieden arbeiten können.

Kunden

Ausgewählte Referenzprojekte

Wir begleiten Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastung und verwandte Befragungsprozesse in unterschiedlichen Branchen und Organisationsgrößen – vom Mittelstand bis zur öffentlichen Verwaltung. Besonders wichtig ist uns dabei die Verbindung aus professioneller Methodik, persönlicher Nähe und nachhaltigen Folgeprozessen.

Weitere Kunden

Häufige Fragen zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Nein. Psychische Belastung kann in bestehende Prozesse der Gefährdungsbeurteilung integriert werden. Wichtig ist, dass sie systematisch berücksichtigt, beurteilt, dokumentiert und mit geeigneten Maßnahmen verbunden wird.
Nein. Im Mittelpunkt stehen die Arbeitsbedingungen, nicht Diagnosen oder individuelle Belastbarkeit. Betrachtet werden zum Beispiel Arbeitsorganisation, Arbeitszeit, soziale Beziehungen, Arbeitsmittel, Arbeitsumgebung und Aufgabenmerkmale.
Mitarbeitende kennen ihre Arbeitsrealität am besten. Wenn sie frühzeitig und sinnvoll einbezogen werden, entstehen passgenauere Befragungsinhalte, mehr Vertrauen in den Prozess und Maßnahmen, die im Arbeitsalltag tatsächlich funktionieren.
Die Befragung ist nur ein Baustein. Entscheidend sind transparente Ergebniskommunikation, priorisierte Handlungsfelder, partizipative Workshops, klare Verantwortlichkeiten, Dokumentation und eine spätere Wirksamkeitskontrolle.

Lassen Sie uns über Ihre PsyGBU sprechen

Sie möchten die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung rechtssicher, partizipativ und wirksam umsetzen? Wir unterstützen Sie gerne – von der ersten Prozessplanung über die Befragung bis zur Maßnahmenentwicklung und Wirksamkeitskontrolle.

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